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🇧🇪 Schatten & Kopfsteinpflaster

Aus Belgien.


Pommes. Waffeln. Menschen beobachten auf dem beleuchteten Rathausplatz.

Eine Nacht in Brüssel.

Der Grand-Place gleicht fast einer Theaterkulisse bei Nacht. Viele Menschen, die Selfies machen oder das Rathaus fotografieren. Ich frage mich, wie viele Fotos gerade entstehen. Ich versuche die leuchtenden Bildschirme in der Luft zu zählen. Mit einer Hochrechnung auf den Tag kommen wir auf eine große Summe. Selfie, Lächeln, weitergehen. Macht das Freude oder sammeln wir einfach gerne?

Warmes Licht fällt auf die verzierten Fassaden. Gruppen stehen zusammen, lachen, werfen Schatten auf Kopfsteinpflaster. Ich höre viele verschiedene Sprachen. Stimmengewirr. Vieles, was ich nicht verstehe. 

Wir wollten nur kurz in die Innenstadt schauen. Bleiben dann doch länger. 

Schließlich landen wir in einem kleinen Restaurant abseits der großen Plätze. Jemenitisch essen. Interkulturell. Wie Belgien eben ist. 

Es ist schon spät. Die Kleinkinder springen zwischen den Tischen hin und her. Spielen, fallen hin, lächeln uns zu. Ich bin die einzige Frau ohne Kopftuch. In diesem Moment wird uns ein 40 cm großes rundes Fladenbrot auf den Tisch gestellt. Malawach, jemenitisches Pfannenbrot. Wir machen große Augen. Die Frauen lächeln uns zu und machen uns vor, wie man hier isst. Ohne Besteck. Das Brot als Löffel.

Ein Gefühl der Ferne in Europa.

Brüssel als Sinnbild für Europa. Belgien verbindet Flamen und Wallonen. Niederländisch und Französisch. 

Früh ins Bett gehen klappt heute doch nicht. Nach der Jurte in der Stadt, viele Eindrücke. Am nächsten Morgen geht es mit dem Eurostar nach Paris. Sehr Früh. 1,5 Stunden. 300 Kilometer. Das ging schnell.

Bei Morgengrauen stehen wir beim Montmartre. Alles ist grau. Der Nebel liegt über der Stadt. 

Paris wacht gerade auf. 


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